Brennen, ein sandiges Fremdkörpergefühl und gerötete Augen, die am Bildschirm schnell ermüden: Hinter solchen Beschwerden steckt häufig das Sicca-Syndrom, im Alltag besser bekannt als trockenes Auge. Der lateinische Begriff „siccus“ bedeutet „trocken“ und beschreibt das Kernproblem treffend. Bei diesem Krankheitsbild ist die Benetzung der Augenoberfläche gestört, weil entweder zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird oder der Tränenfilm zu schnell verdunstet.
Das trockene Auge, medizinisch auch Keratokonjunktivitis sicca genannt, gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen überhaupt. In den meisten Fällen sind die Beschwerden zwar belastend, aber gut behandelbar. Bleibt das Sicca-Syndrom jedoch über lange Zeit unbehandelt, kann es die empfindliche Hornhaut schädigen. In diesem Artikel erfahren Sie, woran Sie ein trockenes Auge erkennen, welche Ursachen infrage kommen und welche Therapie-Möglichkeiten Ihnen heute zur Verfügung stehen.
Das Wichtigste in Kürze
Das Sicca-Syndrom (trockenes Auge, Keratokonjunktivitis sicca) ist eine gestörte Benetzung der Augenoberfläche durch zu wenig oder veränderte Tränenflüssigkeit.
Typische Symptome sind Brennen, Fremdkörpergefühl, Rötung, schwankende Sicht und paradoxerweise auch tränende Augen.
Häufige Ursachen sind Bildschirmarbeit, zunehmendes Alter, hormonelle Veränderungen, Medikamente und Grunderkrankungen wie das Sjögren-Syndrom.
Die Behandlung reicht von Tränenersatzmitteln über Lidrandhygiene bis zur Behandlung der Ursache.
Halten Beschwerden länger an oder kommen Sehstörungen und Schmerzen hinzu, sollten Sie zum Augenarzt gehen.
Was sind die Symptome eines trockenen Auges?
Die Symptome des Sicca-Syndroms sind vielfältig und werden von Betroffenen oft nicht sofort dem trockenen Auge zugeordnet. Charakteristisch ist ein Fremdkörpergefühl, als ob ein Sandkorn oder ein Wimpernhaar im Auge läge. Hinzu kommt häufig ein deutliches Brennen oder ein Gefühl von Trockenheit und Reibung beim Blinzeln.
Typisch sind außerdem gerötete Augen, eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und müde, schwere Lider, besonders nach längerer Naharbeit. Viele Patientinnen und Patienten berichten über eine schwankende Sicht: Das Bild wird zwischendurch verschwommen und klart nach dem Blinzeln kurz wieder auf, weil der instabile Tränenfilm die Hornhaut nicht mehr gleichmäßig benetzt.
Ein scheinbarer Widerspruch sorgt oft für Verwirrung: tränende Augen. Ist die Augenoberfläche zu trocken, reagiert das Auge mit einem reflexhaften Tränenschwall. Diese Reflextränen halten jedoch nicht lange an und verbessern die Benetzung nicht dauerhaft. Beschwerden verstärken sich typischerweise in trockener Heizungsluft, bei Zugluft, in klimatisierten Räumen und bei langer Bildschirmarbeit.
Die sechs typischen Anzeichen des trockenen Auges im Überblick.
1Brennen und Trockenheitsgefühl
2Fremdkörpergefühl (Sandkorn-Gefühl)
3Rötung der Augen
4Schwankende Sicht – zeitweise verschwommen
5Lichtempfindlichkeit und müde Augen
6Tränende Augen – paradox durch Reflextränen
Was ist die Ursache von Sicca?
Im Zentrum des Sicca-Syndroms steht eine gestörte Tränenflüssigkeit. Der gesunde Tränenfilm besteht aus mehreren Schichten: einer wässrigen Schicht für die Befeuchtung, einer Schleimschicht für die Haftung auf der Hornhaut und einer äußeren Fettschicht (Lipidschicht), die das Verdunsten verhindert. Ist eine dieser Schichten gestört, wird das Auge nicht mehr ausreichend benetzt.
Mediziner unterscheiden zwei Hauptgruppen. Bei der hyposekretorischen Form produzieren die Tränendrüsen zu wenig Flüssigkeit. Bei der häufigeren evaporativen Form ist die Produktion zwar ausreichend, aber die Tränen verdunsten zu schnell. Ursache ist hier meist eine Funktionsstörung der Meibomdrüsen am Lidrand. In der Praxis liegen oft beide Mechanismen gleichzeitig vor.
Zu den häufigsten Auslösern gehört intensive Bildschirmarbeit: Wer konzentriert auf einen Monitor schaut, blinzelt deutlich seltener, sodass der Tränenfilm zwischen den Lidschlägen aufreißt. Auch das Alter spielt eine Rolle, da die Tränenproduktion mit den Jahren nachlässt. Hormone beeinflussen den Tränenfilm ebenfalls: Frauen sind häufiger betroffen, insbesondere in und nach den Wechseljahren.
In manchen Fällen steckt eine Autoimmunerkrankung dahinter. Das Sjögren-Syndrom ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die vor allem die Tränen- und Speicheldrüsen schädigt. Typisch ist die Kombination aus trockenen Augen und trockenem Mund. Bei einem solchen Verdacht ist eine weiterführende internistisch-rheumatologische Abklärung sinnvoll.
Welche Risikofaktoren begünstigen trockene Augen?
Neben den direkten Ursachen gibt es zahlreiche Risikofaktoren. Aus der Umwelt wirken vor allem trockene Raumluft, Klimaanlagen, Zugluft, Rauch und Feinstaub auf den Tränenfilm ein. Auch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen im Winter spielt eine Rolle.
Eine wichtige Gruppe sind Medikamente. Bestimmte Blutdrucksenker, Antihistaminika, hormonelle Präparate, einige Antidepressiva und Schlafmittel können die Tränenproduktion reduzieren. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und unter trockenen Augen leiden, lohnt sich ein Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Das Tragen von Kontaktlinsen kann den Tränenfilm zusätzlich belasten. Auch Grunderkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsen- oder rheumatische Leiden zählen dazu. Ergänzend spielen Lebensstil-Aspekte eine Rolle: zu wenig Schlaf, geringe Flüssigkeitszufuhr, Rauchen und langes Sitzen am Bildschirm ohne Pausen. Mehr dazu, wie Sie Ihre Augen am Arbeitsplatz schützen, lesen Sie in unserem Beitrag zum Office Eye Syndrom.
Langes Arbeiten am Bildschirm ist ein häufiger Auslöser für Augenbeschwerden.
Ist das Sicca-Syndrom gefährlich?
Diese Frage stellen sich viele Betroffene. In den allermeisten Fällen ist das Sicca-Syndrom nicht gefährlich im Sinne einer akut bedrohlichen Erkrankung. Es ist jedoch oft chronisch und kann die Lebensqualität spürbar einschränken, etwa beim Lesen, Autofahren oder bei der Arbeit am Computer.
Ernst nehmen sollten Sie das trockene Auge dennoch. Bleibt es über lange Zeit unbehandelt, kann der dauerhaft instabile Tränenfilm die Augenoberfläche schädigen. Es kann zu kleinen Defekten und Entzündungen der Hornhaut kommen. In schweren Fällen können chronische Hornhautveränderungen entstehen, die das Sehen beeinträchtigen.
Die gute Nachricht: Solche schweren Verläufe sind die Ausnahme und lassen sich durch eine rechtzeitige Diagnose und konsequente Behandlung in der Regel vermeiden. Entscheidend ist, dass Sie anhaltende oder zunehmende Beschwerden nicht dauerhaft ignorieren, sondern augenärztlich abklären lassen.
Wie wird das Sicca-Syndrom diagnostiziert?
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihren Alltag, Vorerkrankungen und Medikamente. Anschließend folgt eine gründliche augenärztliche Untersuchung mit verschiedenen Verfahren.
Ein zentrales Instrument ist die Spaltlampe, ein Mikroskop mit starker Beleuchtung. Damit lassen sich Tränenfilm, Lidrand und Augenoberfläche genau beurteilen. Mit speziellen Farbstoffen können kleinste Schäden an Horn- und Bindehaut sichtbar gemacht werden.
Zur Messung der Tränenmenge dient der Schirmer-Test: Ein kleiner Papierstreifen im unteren Lidrand misst die Tränenproduktion über einige Minuten. Ergänzend wird häufig die Tränenfilm-Aufrisszeit bestimmt. Moderne Verfahren zur Untersuchung der Meibomdrüsen geben Aufschluss über die Lipidschicht. Aus diesen Befunden ergibt sich, welche Form vorliegt und wie die Therapie gezielt geplant wird.
Experten-Tipp von Dr. Nela Stojanovic
„Viele Patientinnen und Patienten greifen über Monate zu wechselnden Augentropfen aus der Drogerie, ohne dass sich die Beschwerden bessern. Mein Rat: Lassen Sie zuerst klären, welche Form des trockenen Auges bei Ihnen vorliegt. Eine evaporative Störung der Meibomdrüsen braucht eine andere Strategie als ein reiner Tränenmangel. Erst wenn wir die Ursache kennen, können wir Tränenersatz, Lidrandpflege und gegebenenfalls eine entzündungshemmende Behandlung sinnvoll kombinieren. Wichtig ist außerdem die regelmäßige Verlaufskontrolle, denn das Sicca-Syndrom ist meist ein chronisches Geschehen.“
– Dr. Nela Stojanovic, FEBO
Das Stufenkonzept zur Behandlung des trockenen Auges: Basistherapie, Entzündungstherapie und spezialisierte Verfahren.
1Stufe 1: Tränenersatzmittel, Lidrandhygiene und Anpassung von Umweltfaktoren.
2Stufe 2: Behandlung der Meibomdrüsen (z. B. Wärme, IPL), entzündungshemmende Maßnahmen.
3Stufe 3: Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung, spezielle Verfahren bei schweren Verläufen.
Welche Behandlung und Therapie gibt es?
Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schweregrad. Grundlage und meist erster Schritt sind Tränenersatzmittel, also befeuchtende Augentropfen. Häufig kommen Präparate mit Hyaluron zum Einsatz, die den Tränenfilm stabilisieren. Bei häufiger Anwendung sind konservierungsmittelfreie Produkte zu bevorzugen. Welche Augentropfen bei trockenen Augen für Sie geeignet sind, sollte individuell besprochen werden. Tiefer ins Detail geht unser Artikel zur Behandlung und Vorbeugung von trockenen Augen.
Liegt eine evaporative Form mit gestörten Meibomdrüsen vor, ist die Lidrandhygiene ein wichtiger Baustein: Wärmeanwendungen, sanfte Lidrandmassage und regelmäßige Reinigung der Lidkanten halten die Drüsenöffnungen frei. In geeigneten Fällen kann eine moderne IPL-Behandlung (intensives gepulstes Licht) die Funktion der Meibomdrüsen unterstützen.
Bei deutlicher Reizung kann eine zeitlich begrenzte entzündungshemmende Therapie sinnvoll sein, die augenärztlich kontrolliert wird. Ebenso wichtig ist die Ursachenbehandlung: Lässt sich ein auslösendes Medikament anpassen oder eine Grunderkrankung mitbehandeln, profitieren die Augen oft deutlich. Bei schweren Verläufen stehen spezialisierte Verfahren bis hin zu Augentropfen aus Eigenblut zur Verfügung. Heilversprechen sind beim chronischen Sicca-Syndrom unangebracht – Ziel ist eine spürbare Linderung und der Schutz der Augenoberfläche.
Was können Sie selbst gegen trockene Augen tun?
Neben der ärztlichen Therapie können Sie selbst viel zur Linderung beitragen. Die folgende Checkliste fasst die wichtigsten Maßnahmen für den Alltag zusammen.
✓Bildschirmpausen einlegen: Regelmäßig in die Ferne schauen und bewusst blinzeln, um den Tränenfilm zu erneuern.
✓Raumluft verbessern: Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 % ist günstig; Zugluft im Gesicht meiden.
✓Ausreichend trinken: Eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Befeuchtung der Schleimhäute.
✓Bewusst blinzeln: Vollständige, langsame Lidschläge trainieren, gerade bei konzentrierter Arbeit.
✓Schlaf und Ernährung: Auf gesunden Schlaf und ausreichend Omega-3-Fettsäuren achten.
✓Reizstoffe meiden: Zigarettenrauch und stark klimatisierte Umgebungen so weit wie möglich meiden.
Auch eine ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes entlastet die Augen. Wichtig ist jedoch: Diese Selbsthilfe ersetzt bei anhaltenden oder starken Beschwerden nicht die augenärztliche Abklärung.
Wann sollten Sie zum Augenarzt?
Leichte, gelegentliche Trockenheit lässt sich oft gut selbst in den Griff bekommen. Es gibt jedoch klare Warnzeichen, bei denen Sie nicht weiter selbst experimentieren, sondern eine Augenarztpraxis aufsuchen sollten.
Suchen Sie augenärztlichen Rat, wenn die Symptome über mehrere Wochen anhalten oder sich verschlimmern, wenn frei verkäufliche Tropfen keine Besserung bringen oder Sie sie immer häufiger benötigen. Abklären lassen sollten Sie auch deutliche Schmerzen, starke Lichtempfindlichkeit, anhaltende Rötung sowie jede Verschlechterung des Sehens. Leiden Sie zusätzlich unter trockenem Mund, kann dies auf eine systemische Ursache hinweisen.
In der Augenarztpraxis lässt sich feststellen, welche Form des Sicca-Syndroms vorliegt und welche Behandlung für Sie sinnvoll ist. Gerade bei chronischen Verläufen ist eine regelmäßige Verlaufskontrolle wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Halten Beschwerden wie Brennen, Fremdkörpergefühl, schwankende Sicht oder gerötete Augen länger an? In der Augenarztpraxis im Haubrichforum in Köln beraten wir Sie persönlich zu Diagnostik und Therapie beim Sicca-Syndrom.
In der Regel ist das Sicca-Syndrom nicht akut gefährlich, aber häufig chronisch und belastend. Unbehandelt kann der instabile Tränenfilm die Hornhaut schädigen und in seltenen, schweren Fällen das Sehen beeinträchtigen. Mit rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung lassen sich solche Folgen meist vermeiden.
Was ist die Ursache von Sicca?
Ursache ist eine gestörte Tränenflüssigkeit: Entweder produzieren die Tränendrüsen zu wenig Flüssigkeit oder der Tränenfilm verdunstet zu schnell, oft durch gestörte Meibomdrüsen. Begünstigt wird dies durch Bildschirmarbeit, Alter, hormonelle Veränderungen, Medikamente und Erkrankungen wie das Sjögren-Syndrom.
Was hilft gegen das Sicca-Syndrom?
Hilfreich sind befeuchtende Tränenersatzmittel, häufig mit Hyaluron, sowie Lidrandhygiene mit Wärme und Reinigung. Ergänzend zählen die Anpassung von Umweltfaktoren, gegebenenfalls eine entzündungshemmende Therapie und vor allem die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.
Kann das Sicca-Syndrom wieder verschwinden?
Liegt eine vorübergehende Ursache vor, etwa eine bestimmte Lebenssituation oder ein Medikament, können sich die Beschwerden bessern oder verschwinden. Häufig ist das trockene Auge jedoch ein chronisches Geschehen, das sich gut behandeln, aber nicht immer vollständig beseitigen lässt.
Was kann man gegen das Sicca-Syndrom machen?
Sie können Bildschirmpausen einlegen, bewusst blinzeln, für eine gute Raumluft sorgen, ausreichend trinken und Zugluft meiden. Bei anhaltenden Beschwerden ist die augenärztliche Abklärung wichtig, um eine gezielte Therapie aus Tränenersatz, Lidrandpflege und Ursachenbehandlung zu planen.
Warum werden diese Symptome als Sicca-Symptome bezeichnet?
Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort „siccus“ für „trocken“ ab. Da das Kernproblem die unzureichende Befeuchtung von Binde- und Hornhaut ist, werden die typischen Beschwerden als Sicca-Symptome und das Krankheitsbild als Keratokonjunktivitis sicca bezeichnet.
Fachärztin für Augenheilkunde · Augenarztpraxis im Haubrichforum, Köln
Dr. Nela Stojanovic ist Fachärztin für Augenheilkunde (FEBO) mit langjähriger Erfahrung und einem besonderen Schwerpunkt auf trockenem Auge und Tränenfilm-Erkrankungen. In ihrer Praxis im Haubrichforum am Kölner Neumarkt verbindet sie moderne Diagnostik mit persönlicher, verständlicher Beratung.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Wir rufen Sie gerne zurück. Senden Sie uns einfach das unten stehende Formular. Wir melden uns dann bei Ihnen.
FEBO ist die Abkürzung von „Fellow of the European Board of Ophthalmology“ und gilt auch als Europäischer Facharzt für Augenheilkunde. Diese Titel-Bezeichnung erhält man nach Ablegen einer entsprechenden Prüfung bei der Europäischen Fachgesellschaft für Augenheilkunde (European Board of Ophthalmology Diploma) in Paris.
Grüner Star (Glaukom) Das Glaukom (Grüner Star) ist eine Augenerkrankung, bei der der Sehnerv aufgrund des gegebenen Augeninnendrucks beschädigt wird und somit langfristig zu einem Sehverlust führt. Wenn diese Krankheit nicht diagnostiziert und behandelt wird, kann das Glaukom zu einem Verlust des zentralen Sehens und zur Erblindung führen. Glaukom ist bei früher Diagnose am besten behandelbar, wird jedoch leider nur selten frühzeitig erkannt. In frühen Stadien kann die Krankheit nur durch regelmäßige Augenuntersuchungen diagnostiziert werden. Jeder lebt mit einem Risiko an einem Glaukom zu erkranken. Bestimmte Menschen sind jedoch einem höheren Risiko ausgesetzt und müssen häufiger von ihrem Augenarzt untersucht werden. Zu Wesentliche Glaukom-Risikofaktoren zahlen: Alter über 40 Jahren Glaukom in der Familienanamnese Diabetes hohes Maß an Kurzsichtigkeit (Myopie) Durchblutungsstörungen Verwendung von Kortison (Steroide): entweder in die Augen, oral oder systemisch Alle zur Diagnosestellung wichtigen Methoden stehen in unserer Praxis zur Verfügung: Der Augeninnendruck, der bei vielen Formen des Grünen Stars erhöht ist, kann mittels Luft und mit dem sogenannten Goldmann-Applanationstonometer gemessen werden. Ein erhöhter Augendruck bedeutet nicht in jedem Fall das Vorliegen eines Glaukoms und umgekehrt liegt bei manchen Patienten auch bei normalen Druckwerten ein Grüner Star vor. Pachymetrie (Messung der Hornhautdicke) – gibt nähere Hinweise über die Genauigkeit der Augendruckmessung und erlaubt eine Risikoabschätzung für die weitere Entwicklung eines Glaukoms. Gesichtsfelduntersuchung -wenn die Nervenfasern im Netzhautbereich geschädigt werden, kommt es zu Ausfällen im Gesichtsfeld. Mit Hilfe eines Messgerätes (Perimeter) kann die Form und Größe des Gesichtsfeldes genau bestimmt werden. Da das Glaukom zu einer zunehmenden Einschränkung des Gesichtsfeldes führt, gibt diese Untersuchung genaue Auskunft über den Stand der Erkrankung. FDT-Perimetrie (Frequenzverdopplungsperimetrie) – bei einer Glaukom-Erkrankung fallen zuerst bestimmte Netzhautzellen im äußeren Bereich des Gesichtsfeldes aus. Das zentrale Gesichtsfeld bleibt lange Zeit unbeeinflusst. Durch die FDT-Perimetrie können wir, im Gegensatz zu der herkömmlichen Gesichtsfelduntersuchung, gezielt die Nervenzellen untersuchen, die zuerst von der Erkrankung betroffen sind. Bei der Untersuchung wird immer ein Auge mit einer speziellen Lichttechnik geprüft. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und gibt Aufschluss darüber, ob bereits unbemerkte Einschränkungen des äußeren Gesichtsfelds vorliegen. Papillen-OCT – Bei dieser Untersuchung wird die zentrale Netzhaut in verschiedenen Schnittebenen dargestellt und im Bereich um den Sehnervenkopf die Dicke der Netzhautnervenfaserschicht vermessen. Auch diese Untersuchung ist schmerzfrei, ungefährlich und erfolgt berührungslos. Es ist keine Pupillenerweiterung nötig. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird anschließend genau analysiert und für den späteren Vergleich abgespeichert. Wir beraten Sie, in welchen Abständen eine Kontrolluntersuchung sinnvoll ist, um den Verlauf zu überwachen – in den meisten Fällen ein Jahr. Wichtig: Schäden an den Sehnerven sind irreparabel! Nur eine regelmäßige Vorsorge beim Augenarzt kann das Risiko minimieren Wie wird ein Glaukom behandelt? Beim Offenwinkelglaukom senkt der Augenarzt zuerst mithilfe von Augentropfen den Augeninnendruck. Einige Patienten vertragen die Augentropfen auf lange Sicht nicht. Es kann zu Rötungen und Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. In solchen Fällen, oder falls der Augeninnendruck unter den Augentropfen nicht ausreichend gesenkt werden kann, kommen verschiedene Laserverfahren link zu Laserbehandlungen (z.B. Selektive Lasertrabekuloplastik- SLT genannt) bzw. operative Behandlungen des Grünen Stares in Frage. Es zeichnet sich eine Tendenz ab, dass sogar die medikamentöse (drunksenkende Augentropfen) Therapie in bestimmten Fällen nicht mehr die erste Therapiewahl sein mag.