Grüner Star (Glaukom)

Grüner Star (Glaukom)

Das Glaukom (Grüner Star) ist eine Augenerkrankung, bei der der Sehnerv aufgrund des gegebenen Augeninnendrucks beschädigt wird und somit langfristig zu einem Sehverlust führt. Wenn diese Krankheit nicht diagnostiziert und behandelt wird, kann das Glaukom zu einem Verlust des zentralen Sehens und zur Erblindung führen.

Glaukom ist bei früher Diagnose am besten behandelbar, wird jedoch leider nur selten frühzeitig erkannt. In frühen Stadien kann die Krankheit nur durch regelmäßige Augenuntersuchungen diagnostiziert werden. Jeder lebt mit einem Risiko an einem Glaukom zu erkranken. Bestimmte Menschen sind jedoch einem höheren Risiko ausgesetzt und müssen häufiger von ihrem Augenarzt untersucht werden. Zu Wesentliche Glaukom-Risikofaktoren zahlen:

  • Alter über 40 Jahren
  • Glaukom in der Familienanamnese
  • Diabetes
  • hohes Maß an Kurzsichtigkeit (Myopie)
  • Durchblutungsstörungen
  • Verwendung von Kortison (Steroide): entweder in die Augen, oral oder systemisch

Alle zur Diagnosestellung wichtigen Methoden stehen in unserer Praxis zur Verfügung:

  • Der Augeninnendruck, der bei vielen Formen des Grünen Stars erhöht ist, kann mittels Luft und mit dem sogenannten Goldmann-Applanationstonometer gemessen werden. Ein erhöhter Augendruck bedeutet nicht in jedem Fall das Vorliegen eines Glaukoms und umgekehrt liegt bei manchen Patienten auch bei normalen Druckwerten ein Grüner Star vor.
  • Pachymetrie (Messung der Hornhautdicke) – gibt nähere Hinweise über die Genauigkeit der Augendruckmessung und erlaubt eine Risikoabschätzung für die weitere Entwicklung eines Glaukoms.
  • Gesichtsfelduntersuchung -wenn die Nervenfasern im Netzhautbereich geschädigt werden, kommt es zu Ausfällen im Gesichtsfeld. Mit Hilfe eines Messgerätes (Perimeter) kann die Form und Größe des Gesichtsfeldes genau bestimmt werden. Da das Glaukom zu einer zunehmenden Einschränkung des Gesichtsfeldes führt, gibt diese Untersuchung genaue Auskunft über den Stand der Erkrankung.
  • FDT-Perimetrie (Frequenzverdopplungsperimetrie) – bei einer Glaukom-Erkrankung fallen zuerst bestimmte Netzhautzellen im äußeren Bereich des Gesichtsfeldes aus. Das zentrale Gesichtsfeld bleibt lange Zeit unbeeinflusst. Durch die FDT-Perimetrie können wir, im Gegensatz zu der herkömmlichen Gesichtsfelduntersuchung, gezielt die Nervenzellen untersuchen, die zuerst von der Erkrankung betroffen sind. Bei der Untersuchung wird immer ein Auge mit einer speziellen Lichttechnik geprüft. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und gibt Aufschluss darüber, ob bereits unbemerkte Einschränkungen des äußeren Gesichtsfelds vorliegen.
  • Papillen-OCT – Bei dieser Untersuchung wird die zentrale Netzhaut in verschiedenen Schnittebenen dargestellt und im Bereich um den Sehnervenkopf die Dicke der Netzhautnervenfaserschicht vermessen. Auch diese Untersuchung ist schmerzfrei, ungefährlich und erfolgt berührungslos. Es ist keine Pupillenerweiterung nötig.

Das Ergebnis dieser Untersuchung wird anschließend genau analysiert und für den späteren Vergleich abgespeichert. Wir beraten Sie, in welchen Abständen eine Kontrolluntersuchung sinnvoll ist, um den Verlauf zu überwachen – in den meisten Fällen ein Jahr.
Wichtig: Schäden an den Sehnerven sind irreparabel! Nur eine regelmäßige Vorsorge beim Augenarzt kann das Risiko minimieren

Wie wird ein Glaukom behandelt?

  • Beim Offenwinkelglaukom senkt der Augenarzt zuerst mithilfe von Augentropfen den Augeninnendruck. Einige Patienten vertragen die Augentropfen auf lange Sicht nicht. Es kann zu Rötungen und Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. In solchen Fällen, oder falls der Augeninnendruck unter den Augentropfen nicht ausreichend gesenkt werden kann, kommen verschiedene Laserverfahren link zu Laserbehandlungen (z.B. Selektive Lasertrabekuloplastik- SLT genannt) bzw. operative Behandlungen des Grünen Stares in Frage.
  • Es zeichnet sich eine Tendenz ab, dass sogar die medikamentöse (drunksenkende Augentropfen) Therapie in bestimmten Fällen nicht mehr die erste Therapiewahl sein mag.

Ambulante Operationen

Ambulante Operationen

Viele der Eingriffe, die einmal notwendig werden, wie z.B. die Katarakt (Grauer Star) – Operation, sind heute viel geübte Routine. Der operative Eingriff an einem so wichtigen Sinnesorgan, wie dem Auge, ist aber vor allem Vertrauenssache; daher kommt der Auswahl des Operateurs und der Vorbereitung auf einen solch entscheidenden Eingriff eine elementare Bedeutung zu.

Gerade bei der Frage, ob Sie Ihre Fehlsichtigkeit durch eine Laserbehandlung korrigieren sollten, stehen wir an Ihrer Seite. Wir schildern die Vorteile, aber auch die Nachteile einer solchen Behandlung, stellen Ihnen die verschiedenen Operations-Möglichkeiten vor und klären für Sie so die beste OP-Methode.

Wir haben einen guten Überblick über die ambulanten Operateure und Kliniken in der Umgebung. Uns ist es daher wichtig, dass wir Ihnen den für Ihre spezielle Augen-Operation passenden Arzt mit den nachweisbar besten Operationsergebnisse empfehlen.

Für folgende weitere Behandlungen überweisen wir Sie an renommierte Spezialisten, die wir unter den vielen Augenchirurgen in unserem Netzwerk individuell für Ihre Erkrankungen auswählen und Ihnen empfehlen.

LASIK/ICL/Clear-Lens-Linsentausch/PRK zur Korrektur von Kurzsichtigkeit/Weitsichtigkeit/Hornhautverkrümmung mit alternativer Korrektur auch für höhere Dioptrien/Stärken.

Operation des grauen Stars (Katarakt) mit Einsatz von Premiumlinsen – Wir beraten Sie gern über eine mögliche refraktive Katarakt-Operation mittels FEMTO-Laser oder per Ultraschall-Methode, sowie über die verschiedenen Kunstlinsen (torische, multifokale, blaufilter-intraoculäre Linsen). IVOM-Therapie bei Makulaerkrankungen: zur Behandlung der verschiedenen Makulaerkrankungen wie Makulaödem bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD), Diabetes, Venenthrombose, Uveitis, hoher Kurzsichtigkeit.

Operation des grünen Stars (Glaukom)

Netzhautoperationen

Argonlaserkoagulation (ALK): Laser der Netzhaut bei Netzhautlöchern und -defekten, sowie bei Diabetes und Gefäßverschlüssen.

Lid-Operationen

Schiel-Operationen

Laserbehandlungen

Laserbehandlungen

In unserer Praxis bitten wir drei verschieden Laserbehandlungen:

Selektive Laser Trabekuloplastik (SLT)

– Laserbehandlung bei Offenwinkelglaukom

Abflussbehinderungen direkt im Kammerwinkel durch degenerative Veränderungen führen zu einem Glaukom. Der Augeninnendruck steigt dadurch an. Da dies im Frühstadium keine Beschwerden verursacht, merkt der Betroffene zunächst nichts davon. Die Zunahme des Augeninnendrucks führt dann mit weiteren Faktoren zur Zerstörung des Sehnervs, im schlimmsten Fall zur Erblindung.
Die Selektive Laser Trabekuloplastik (SLT) ist eine hochwirksame, sanfte Laserbehandlung, die mit extrem kurzen Laserimpulsen arbeitet. Sie wirkt gezielt auf das Pigment im Kammerwinkel ein. Die behandelten Zellen werden durch den körpereigenen Heilungsprozess auf natürliche Weise abgebaut. Umliegendes Gewebe wird nicht zerstört. Der Abfluss ist wieder funktionstüchtig und der Augeninnendruck sinkt ab.

Für folgende Patientengruppen mit einem Offenwinkelglaukom oder einer okulären Hypertension ist SLT die erste Wahl:

  • Unverträglichkeit auf Medikamente
  • bei bestehender Einnahme von drucksenkenden Medikamenten und der Notwendigkeit, den Augeninnendruck noch weiter zu senken
  • bei der Einnahme von 2-3 verschiedenen Medikamenten
  • drucksenkende Medikamente zeigen keine Reaktion
  • Operation nicht erwünscht oder nicht möglich
  • SLT wird bevorzugt

Bei 75 Prozent der mit SLT behandelten Patienten kann der Augeninnendruck um durchschnittlich 25 Prozent gesenkt werden. Dies ist abhängig von dem Pigment im behandelten Auge. Zeigt die Selektive Laser Trabekuloplastik keine Wirkung, müssen medikamentöse oder andere operative Eingriffe erwogen werden.

YAG Kapsulotomie

– Laserbehandlung des Nachstars

Im Laufe von Monaten oder Jahren nach der erfolgreichen Operation des grauen Stars (Katarakt) kann es zu einer Eintrübung der im Auge verbliebenen alten Linsenkapsel kommen, die das Sehen wieder verschlechtert. Es ist ein sog. Nachstar entstanden, der sich mit dem Laser ambulant entfernen lässt. Die Behandlung ist schmerzlos und erfolgt an einer Untersuchungseinheit, wie Sie es von der üblichen Augenuntersuchung her gewohnt sind. Das betroffene Auge wird mit Tropfen betäubt. Zuvor wird die Pupille erweitert. Durch ein aufgesetztes Kontaktglas wird mit dem Laserstrahl der zentrale Teil der Nachstarmembran eröffnet. Nach erfolgreicher Laserbehandlung tritt in der Regel kein Nachstar mehr auf.

YAG Iridotomie

– Laserbehandlung bei Engwinkelglaukom

Bei manchen Menschen ist der Kammerwinkel (Abfluss des Kammerwassers) von Natur aus zu eng. Wenn sich nun bei engem Kammerwinkel in der Dunkelheit die Pupille weitet, bedeutet dies, dass der Kammerwinkel noch enger wird und ein Verschluss der Abflusskanäle droht. Auch bei starker Sympathikus Aktivierung (Stress) kann dieses Phänomen vorkommen. Die Konsequenz ist ein Ansteigen des Augendrucks auf 40-60 mmHg (Drohender Glaukomanfall). Dies kann verhindert werden, indem mit dem YAG-Laser (Kaltlichtlaser) eine kleine Öffnung in die Regenbogenhaut gemacht wird, durch die das Kammerwasser immer abfließen kann.

Keratoconus

Keratoconus

Keratokonus ist eine seltene Augenerkrankung bei der die Hornhaut zunehmend ausdünnt und sich kegelförmig nach außen vorwölbt. Meist beginnt die Erkrankung, deren Ursache unbekannt ist, in der Pubertät und geht mit häufigen Schwankungen der Sehschärfe und der Brillenstärke, später aber beispielsweise auch mit Doppelbildern und Bildverzerrungen einher. Eine Zunahme der Hornhautverkrümmung ist das häufigste Frühzeichen. In der Regel sind beide Augen betroffen, allerdings schreitet die Krankheit nicht auf beiden Seiten gleich schnell voran. Der Keratokonus ist auch einer der häufigsten Gründe für eine Hornhauttransplantation. Je früher er entdeckt und stabilisiert wird, desto größer ist die Chance, das zu verhindern.

Die endgültige Diagnose wird schließlich durch Messung von Oberflächenkrümmung und Dickenprofil der Hornhaut gestellt. Die Vermessung der Hornhautoberfläche (Topografie) wird heute fast ausschließlich mit modernen rechnergestützten Messgeräten durchgeführt. In dieser Untersuchung ist der Keratokonus (und ggf. die verwandten Veränderungen) an typischen Wölbungsmustern erkennbar. Die Verdünnung erfasst man mit der Messung der Hornhautdicke, sei es mit Licht oder mit Hilfe von Ultraschall. Diese Dickenvermessung der Hornhaut wird in der Fachsprache „Pachymetrie“ genannt.

Milde Formen und frühe Stadien lassen sich noch mit einer Brille oder Kontaktlinsen therapieren. Aufgrund der zunehmenden Hornhautverformung und der damit verbundenen Unregelmäßigkeit der Oberfläche ist dies aber nicht bei ausgeprägteren Stadien möglich. Hier können spezielle, sehr harte Kontaktlinsen Abhilfe schaffen, die die Augenoberfläche begradigen (Keratokonuslinsen). Oft müssen diese mit einer Brille kombiniert werden.

Eine weitere Behandlungsmethode für frühe Stadien ist die so genannte Crosslinking Behandlung, bei der die Hornhaut mit dem Vitamin Riboflavin und UV-Licht behandelt wird. Durch die so eintretende Versteifung wird eine Progression vermieden.
Ist die Hornhautverkrümmung so weit fortgeschritten, dass der Sehverlust nicht mehr mit Sehhilfen oder dem Crosslinking-Verfahren korrigiert werden kann, besteht die Möglichkeit einer Hornhauttransplantation. Diese Therapie erzielt in der Regel sehr gute und langlebige Ergebnisse.

Trockenes Auge

Trockenes Auge (Sicca Syndrom)

Das trockene Auge – eine ernstzunehmende Krankheit

Was ist ein trockenes Auge?

Das trockene Auge bedeutet eine Tränenfilmstörung oder Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Entsteht durch eine Verminderung der Tränenmenge oder durch eine verstärkte Verdunstung des Tränenfilms.
Das trockene Auge (Keratoconjunctivitis sicca oder Sicca Syndrom) ist eine multifaktorielle Erkrankung der Augenoberfläche, die zu Beschwerden, Sehstörungen und Tränenfilminstabilität mit möglicher Schädigung der Augenoberfläche führt.

Trockenes Auge – eine wahre Volkskrankheit?

Sicca Syndrom ist eine weltweit verbreitete Erkrankung der Augenoberfläche. Je nach Altersstufe sind 5 bis 35 % der Bevölkerung betroffen, Frauen häufiger als Männer, ältere Menschen häufiger als junge.
Unter Benetzungsstörungen des Auges leidet in Deutschland etwa jeder 5. Patient, der einen Augenarzt aufsucht!

Welche sind die häufigsten subjektiven Beschwerden für trockene Augen?

  • tränende Augen,
  •  Augenrötung,
  •  Sandkorn-/Fremdkörpergefühl,
  •  Sehverschlechterung,
  •  Brennen,
  •  Schleimabsonderung,
  •  Lichtempfindlichkeit, müde Augen,
  •  Unverträglichkeit von Kontaktlinsen und Kosmetika,
  •  Beschwerden bei der Bildschirmarbeit

Wodurch kann ein trockenes Auge entstehen?

Die Ursachen des Trockenen Auges können vielfältig sein:

  • Lidrandentzündung (Blepharitis)
  • Meibomdrüsen-Dysfunktion (MDD)
  • Das Alter mit nachlassender Tränenproduktion
  • Bildschirm-, Computerarbeit sog. “Office Eye Syndrom”
  • niedrige Luftfeuchtigkeit (z.B. durch Klimaanlage)
  • Umweltfaktoren wie Rauch, Ozon, trockene Luft
  • Hormonschwankungen (z. B. in den Wechseljahren);
  • chirurgische Eingriffe am Auge (z.B. LASIK, PRK, Operation des Grauen Stars)
  • Allgemeinerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Sjögren-Syndrom, rheumatische Erkrankungen oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Medikamente (z. B. Anti-baby-pille, Beruhigungs- und Schlafmittel, Hormone, Antiallergika…)
  • Konservierungsmittel in Augentropfen (z.B. Dauerbehandlung mit drucksenkenden Augentropfen bei grünem Star/Glaukom)

Welche Aufgabe hat der Tränenfilm?

Der Tränenfilm (oder die Tränenflüssigkeit) benetzt die Oberfläche des Auges, schützt das Auge vor Infektionen durch keimtötende Substanzen, versorgt die Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Tränenfilm besteht aus 3 Komponenten/Schichten: Muzinschicht (Schleimschicht) haftet den Tränenfilm an der Hornhaut, wässrige Schicht enthält Nährstoffe, Sauerstoff und keimtötende Substanzen, Lipidschicht (Fettschicht) verhindert Verdunstung.

80% der Patienten haben eine Störung der Meibomdrüsen (Talgdrüsen am Lidrand), was führt zu geringer Fettschichte des Tränenfilms und verstärkte Verdunstung. Diese Meibomdrüsen-Dysfunktion (wie bei z.B. chronische Lidrandentzündung oder Rosacea) verursacht die Verstopfung der Drüsenausführungsgänge. Verstopfen die Meibomdrüsen, so verringert sich die Talgproduktion und die Drüse beginnt, sich nach und nach zurückzubilden. Bereits nach kurzer Zeit fehlt dem Auge die schützende Hülle und es kommt zu den oben genannten Symptomen.

Ein aufgerissener Tränenfilm bietet keinen Schutz mehr für das Auge!

Unsere Trockenes Auge -Diagnostik

Wir bieten unseren Patienten in der Sicca Sprechstunde die modernste Diagnostik des trockenen Auges mit umfassenden Tränenfilm-Analysen inklusive:

  • dynamischer Darstellung der non-invasiven Break-Up Time – Tränenfilmaufrisszeit (Tränenfilmstabilität).
  • Frühzeitige Diagnose mit der Meibographie (spezielle Untersuchung der Meibom-Drüsen)
  • Video-Keratoskopie (”TearScope” Untersuchung)
  •  Tränen-Menge / Tränenmeniskus Höhe (TMH)

Eine ausführliche Tränenfilmanalyse ist die beste Voraussetzung für die richtige und individuelle Auswahl der anschließenden Therapie.

Wie wird das trockene Auge behandelt?

Mit viel Geduld – von Patienten und Augenarzt!

Behandlung des Sicca Syndroms kann über Tränenersatzmittel sog. „künstliche Tränen“ (Augentropfen, Augengel, Augensalbe oder Augenspray) gewährleistet werden. Die Behandlung ist mehrfach am Tage durchführbar. Sie verhindert eventuelle Spätschäden am Auge.
Ein vorübergehender Verschluss der Tränenwege mit kleinen Stöpseln (sog. Punctum Plugs) kann in manchen Fällen ebenfalls eine Linderung bewirken. So kann man verhindern, dass die Tränenflüssigkeit abgeleitet wird. Die Flüssigkeit kann sich somit wieder gleichmäßig über das Auge verteilen.

Mit der Blephasteam®-Wärmebrille bieten wir in unserer Praxis eine innovative Therapie zur Behandlung von Meibom-Drüsen-Störungen und des Trockenen Auges. Durch die Anwendung der kombinierten Wärme-Feuchtigkeitsbehandlung werden verdickte Meibom-Sekrete verflüssigt und der Sekretstau gelöst, die Augenoberfläche angenehm befeuchtet und die Tränenfilmstabilität verbessert. Gelöste Meibom-Sekrete lassen sich anschließend durch eine sanfte Lidmassage und Lidhygiene leicht entfernen.

Was kann man selbst noch tun?

  • Bei Bildschirmarbeit Pausen einlegen und gezielt zwinkern
  • Für ausreichende Raumbefeuchtung sorgen
  • Auf ausgewogene Ernährung achten
  • Wasser ausreichend trinken (mindestens 2 Liter am Tag)
  • Alkohol, Zigarettenrauch, Klimaanlage meiden
  • Regelmäßige Lidrandreinigung mit entsprechenden Pflegeprodukten
  • Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig beim Augenarzt untersuchen

Das trockene Auge stellt sehr komplexe und langwierige (chronische) Erkrankung dar, und macht unter Umständen eine ebenfalls lange, sogar in manchen Fällen lebenslange Behandlung notwendig. Umso wichtiger wird es, rechtzeitig eine richtige Diagnose und entsprechende Therapie exakt bestimmen zu lassen!

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind heute ein vielgenutztes Hilfsmittel, die uns das tägliche Sehen erleichtern. Mit Ihnen können wir fast alle Arten der Fehlsichtigkeit ausgleichen, auch bei „schwierigen Fällen“ kommen immer häufiger Kontaktlinsen zu Anwendung.

Wir beraten Sie gerne und entscheiden mit Ihnen gemeinsam, welche Art der Linse (harte oder weiche, torische oder multifokale) für Sie und Ihrer gewünschten Tragegewohnheiten (Tages-, Monats- oder Jahreslinsen) am geeignetsten sind.

Sie sollten bedenken, dass eine unsachgemäße Verwendung von Kontaktlinsen (falsche Art der Linsen oder zu lange Tragedauer) durchaus Schäden an Ihren Augen verursachen können; so beeinträchtigt der dadurch verursachte Sauerstoffmangel z.B. die Hornhaut oder führt zu anderen Erkrankungen (z.B. chronische Bindeentzündung).

Wichtig ist es deshalb, vor dieser Entscheidung eine exakte Überprüfung der Augen vorzunehmen, insbesondere eine genaue Bestimmung der Sehleistung (Refraktion) sowie des Tränenfilms auf dem Auge; hinzu kommt die Vermessung der Hornhaut mittels Spaltlampe und Keratograph.

Diagnostik

Diagnostik

Wir haben unsere Praxis mit den modernsten Geräten für eine schonende und genaue bildgebenden Diagnostik ausgestattet. Folgende Untersuchungen führen wir bei uns in der Praxis durch:

Fehlsichtigkeit

Sehschärfenprüfung
Subjektive und objektive Refraktion
Brillenglasbestimmung
Bildschirmarbeitsplatzbrillen
Beratung und Betreuung vor und nach refraktiver Chirurgie

Grauer Star (Katarakt)

Diagnostik
Beratung und Betreuung vor und nach Katarakt-Operation

Grüner Star (Glaukom)

Früherkennung, Diagnostik, Behandlung und Verlaufskontrollen
Augendruckmessung und Tagesdruckprofil
Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)
Digitale Messung der Tiefe der Vorderkammer (Weit- oder Engwinkelglaukom)
Nervenfaserschichtdickenmessung mittels optischer Kohärenz-Tomografie (OCT)
Gesichtsfelduntersuchung
FDT-Perimetrie
Laserbehandlung SLT

Kontaktlinsen

Beratung, Voruntersuchung, Anpassung und Kontrolle Kontaktlinsen
Hornhaut-Topografie mit KL-Anpassprogramm
Tränenfilm-Analyse

Trockenes Auge (Sicca-Syndrom)

Diagnostik, Beratung, Behandlung und Verlaufskontrollen
Tränenfilm-Analyse mit Tearscope
Non-invasiven Breakup-Time (Tränenfilm-Stabilität)
Meibografie
Behandlung mit Wärmebrille
Punctum Plugs

Keratoconus

Früherkennung, Diagnostik und Verlaufskontrollen mit Hornhauttopographie
Keratokonus-Screening mit Klassifikation
Beratung über Behandlungsmethoden
Beratung und Betreuung vor und nach Crosslinking (Quervernetzungsbehandlung der Hornhaut)
Kinderaugenheilkunde
Diagnose und Behandlung von Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit (Astigmatismus)
Diagnose von Schielerkrankungen
Amblyopie-Vorsorgeuntersuchung (Ausschluss von Sehschwäche/Schielen bei Kindern)
Kinderbrillenkontrollen
Früherkennung von anderen angeborenen und erworbenen Sehstörungen sowie Augenbewegungsstörungen

Makulaerkrankungen

Früherkennung, Diagnostik und Verlaufskontrollen
Makulaschichte mittels optischer Kohärenz-Tomografie (OCT)
Makulapigmentdichtenmessung (MPS II) als AMD Vorsorge
Kontrolle und Monitoring einer Mikronährstoff-Therapie (Supplementierung)
Betreuung und Verlaufskontrollen vor und nach IVOM-Therapie

Netzhauterkrankungen

Früherkennung, Diagnostik und Verlaufskontrollen
Netzhautdickenmessung mittels optischer Kohärenz-Tomografie (OCT)
Netzhautfotografie mit Optomap (Ultra-Weitwinkel-Digital-Netzhautbildgebung) ohne Pupillenerweiterung

Augenärztliche Gutachten

Führerscheingutachten (alle Klassen),
Flugtauglichkeitsuntersuchung
Sportbootführerscheinuntersuchung
Blindengeld, Hilfe für hochgradig Sehbehinderte
Gutachterliche Untersuchungen für bestimmte Berufsgruppen z. B. Polizeidienst
Untersuchung nach G37 (Bildschirmtauglichkeit)
Augencheck für Verkehrsteilnehmer
Dämmerungsvermögen und Blendempfindlichkeit (Nyktometer)
Stereosehen
Farbsinnprüfung (Velhagen und Anomaloskop)

Vorsorge

Vorsorge

Früherkennung durch Vorsorge ist mittlerweile ein häufig gebrauchtes Schlagwort. Gerade bei einem so wichtigen Sinnesorgan, wie Ihrem Auge, sollten Sie der Erhaltung Ihrer Sehfähigkeit ganz besonderes Augenmerk schenken. Nur durch regelmäßige und gezielte Prävention ist es möglich, bösen Überraschungen vorzubeugen.

Hierfür wurden besonders innovative und hochmoderne Untersuchungsgeräte entwickelt, die heute nicht nur für das Auge schonende Untersuchungen ermöglichen, sondern auch hervorragende und sichere Diagnose-Ergebnisse erzielen.

Glaukomvorsorge

Man schätzt, dass in Deutschland etwa 800.000 Patienten am Glaukom erkrankt sind – mit Ausfällen im Gesichtsfeld. Nach der Makuladegeneration ist der Grüne Star die zweithäufigste Erblindungsursache in Deutschland.
Glaukom ist bei früher Diagnose am besten behandelbar, wird jedoch leider nur selten frühzeitig erkannt. In frühen Stadien kann die Krankheit nur durch regelmäßige Augenuntersuchungen diagnostiziert werden. Jeder lebt mit einem Risiko an einem Glaukom zu erkranken. Bestimmte Menschen sind jedoch einem höheren Risiko ausgesetzt und müssen häufiger von ihrem Augenarzt untersucht werden. weiterlesen

Sichtfeldeinschränkung bei Glaukom | Quelle: ZEISS

Netzhautvorsorge

Bei der üblichen routinemäßigen Untersuchung kann nur der zentrale Bereich der Netzhaut eingesehen werden. Bei der gezielten Netzhautuntersuchung wird dagegen die gesamte Netzhaut betrachtet. Es werden also auch die weiter außen liegenden Teile der Netzhaut untersucht, die ansonsten nicht einsehbar sind. Die Befunde werden mit einer digitalen Kamera fotografisch festhalten und dokumentiert. Wir speichern diese Aufnahme und halten sie für spätere Untersuchungen zum Vergleich bereit. Auf diese Weise können wir mögliche Veränderungen in einem sehr frühen Stadium erkennen und eine Behandlung einleiten.

Durch eine regelmäßige Kontrolle der Netzhaut können beispielsweise die altersbedingte Makuladegeneration (Ursache schwerwiegender Sehverschlechterung im Alter) sowie eine Krebserkrankung am Augenhintergrund, z. B. Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs), ausgeschlossen werden. Auch für die Glaukomvorsorge ist eine Netzhautuntersuchung wichtig.
Was jedoch vielen Patienten nicht bewusst ist: Veränderungen an der Netzhaut können gleichzeitig auch auf Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und die Gefährdung für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hinweisen!
Folgende Krankheiten lassen sich durch Netzhautuntersuchung erkennen:

  • Netzhautablösungen, Netzhautdefekte
  • Altersbedingte Makuladegeneration
  • Pigmentveränderungen
  • Glaukom
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Tumore
  • Gefäßerkrankungen
  • Risiko von Schlaganfall oder Herzinfarkt

Wir bieten zur Netzhautuntersuchung eine Netzhautfotografie (Optomap) und eine optische Kohärenztomographie (OCT) an. Das Optomap Ultra-Weitwinkel-Digital-Netzhautbildgebungssystem erfasst mehr als 80% Ihrer Netzhaut in einer Panoramaaufnahme. Die auf Lasertechnologie basierende Untersuchung ist unkompliziert, wenig belastend und erfordert keine Berührung. Die Erweiterung der Pupille ist nicht notwendig. Eine Spezialkamera macht dabei in wenigen Sekunden Aufnahmen von genauester Präzision von Ihrem Augenhintergrund. Diese Aufnahmen werden direkt in unserer Praxis ausgewertet.

Sichtfeld bei diabetischer Retinopathie | Quelle: ZEISS

Makulavorsorge

Die Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung im Alter und ist in den Industrieländern die häufigste Erblindungsursache ab dem 50. Lebensjahr. Die Früherkennung der Degeneration im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ist entscheidend für den Erfolg der Therapie sowie der Frage, ob ein Dauerschaden vermieden werden kann.

Der Zustand der Makula kann heutzutage sehr präzise mit der Optischen Kohärenztomographie (OCT) gemessen werden. Bei der OCT handelt es sich um ein Bilddiagnosesystem modernster Technologie, das eine schichtweise (tomographische) Abbildung der Netzhaut im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) ermöglicht.

Die zwei Carotinoide Lutein und Zeaxanthin bilden an der Stelle des sog. „gelben Flecks“ in der Makula das Makulapigment. Das Makulapigment unterstützt die Sehfunktionen, wie Sehschärfe, Blendempfindlichkeit und Kontrastsehen.

Das Makula-Pigment-Screener (MPS II) stellt aktuell eine der wenigen Untersuchungen dar, die die Makulapigmentdichte messen und das Risiko einer AMD-Entstehung quantifizieren können, bevor die ersten Symptome überhaupt auftauchen. Mit unserem MPS II sind wir in der Lage, die Wirksamkeit der Pigmentschicht zu messen. Je nach Ergebnis bekommen Sie von uns gezielt Empfehlungen, wie Sie die Makulapigmentschicht wieder aufbauen können und damit das Risiko minimieren, an Makuladegeneration zu erkranken.

Sichtfeld bei Makulaerkrankung | Quelle: ZEISS

Vorsorge im Kinderalter

Kinder bis zu einem Alter von 3 Jahren sollten in jedem Falle augenärztlich untersucht werden. Werden Sehstörungen (wie z.B. eine Fehlstellung der Augen) damit rechtzeitig erkannt, kann eine frühzeitig eingeleitete Behandlung (u.a. eine Schieltherapie in der Sehschule) dazu führen, dass diese Beeinträchtigung dauerhaft korrigiert werden kann.
Jugendlichen bis zu einem Alter von 15 Jahren empfehlen wir, die Brillenwerte sowie allgemein die Sehfähigkeit regelmäßig überprüfen zu lassen. Nur so können Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und behandelt werden; dies kann insbesondere vor dem Hintergrund der schulischen Leistungsfähigkeit entscheidend sein.

Nacht- und Farbsehen

Gerade Autofahrer sollten überprüfen lassen, inwieweit sie unter der sog. Nachtblindheit (Hemeralopie, fehlende Anpassungsfähigkeit des Auges an die Dunkelheit) oder der sog. Farbblindheit (Achromatopsie, zumeist in Form einer Rot-Grün-Schwäche) leiden; dies ermitteln wir mittels Farbtafeln oder eines Anomaloskopen (Spektralfarbenmischapparat).

FEBO ist die Abkürzung von „Fellow of the European Board of Ophthalmology“ und gilt auch als Europäischer Facharzt für Augenheilkunde. Diese Titel-Bezeichnung erhält man nach Ablegen einer entsprechenden Prüfung bei der Europäischen Fachgesellschaft für Augenheilkunde (European Board of Ophthalmology Diploma) in Paris.